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Blutverlust

"Sha Gojyo, yeah, that's my name."

Gestern

ist es mir wieder verstärkt aufgefallen.
Vielleicht wegen meiner extremen Stimmungsschwankungen.
Man tut Dinge, die man eigentlich nicht tun will, weil man es gewohnt ist, sie zu tun oder weil es sich gehört, sie zu tun.

Ich habe schon öfter darüber geschrieben, fürchte ich, aber es ist eines der Themen, die mir mit am meisten zu denken geben.
Wenn jeder so empfindet –
Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die sich so geben, wie sie sind.
Vielleicht fällt es vielen nicht einmal auf, dass das nicht sie sind, so wie sie sich verhalten.
Mir ist es oft sehr bewusst. - Das bin nicht ich.
Und trotzdem halte ich es weiter so.
Vielleicht liegt das daran, dass man manchmal spielen muss; es immer und dauerhaft zu tun, macht es vielleicht leichter.
Ab und an habe ich durchaus das Bedürfnis, mir alles von der Seele zu reden, das niemanden interessiert und das absolut unwichtig ist -
Einen gewissen Drang zur Selbstdarstellung.
Aber wenn man einmal damit anfängt, kann man nicht so einfach aufhören, eine dieser lauten Persönlichkeiten zu sein, die im Endeffekt nichts als – ich weiß nicht.
Es ist schwer zu sagen, was das für ein Gefühl ist, aber eigentlich wäre es mir lieber, es wäre nicht so.
Manchmal ist es wirklich, wirklich anstrengend.
Heute Morgen, als ich zu träge zum Aufstehen war, habe ich mal wieder so darüber nachgedacht, wie widerlich es eigentlich ist, wenn man an einem Tag, an dem man am liebsten nichts als kotzen würde, die Frohnatur raushängen lässt. – Selbstbetrug ist mit das Schlimmste, würde ich mal sagen.
Wobei…eigentlich ist es kein wirklicher Selbstbetrug.
Wenn man sich selbst eine solche Laune nicht einredet, sondern sie nur nach außen hin darstellt, ist das wohl vielmehr Schutz als Betrug.
Und manchmal kann ich es wirklich nicht ändern. – Manchmal ist mir eben danach.
So wie gestern eine Zeit lang.
Und manchmal merke ich dann – jetzt ist es genug. So in etwa.
Als würde das an Albernheit und übermäßiger Hochlaune reichen.
Es ist ja nicht so, dass ich dauerhaft niedergeschlagen wäre oder sowas, aber ich denke, ich bin im Grunde eher ein ruhigerer Mensch. Auch wenn das sich sicher irgendwie seltsam anhört, wenn man mich nur oberflächlich kennt. – Regelrecht schizophren.
Aber wenigstens dahingehend kenne ich mich gut genug, um zu wissen, wie ich bin.


Anderes Thema.
…es gibt da einen Charakter, der die genaue Umkehrung von mir sein dürfte – ich habe überlegt, es gibt bestimmt einige Menschen, die so sind wie er.
Wenn man weiß, dass man todsterbenskrank ist – ich weiß nicht, wie ich es halten würde und will es eigentlich auch nicht wissen; aber ich glaube, es gibt viele Menschen, die, wenn sie wissen, dass sie nicht mehr lange haben ihre restliche Zeit – genießen wollen?
Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll.
Solange ich noch hier bin, möchte ich auch dabei sein. - Mich beeindruckt sowas ganz immens.
Eigentlich zeugt es doch nur von charakterlicher Stärke, wenn man noch lachen kann, wenn man weiß, dass man vielleicht bald stirbt. – Und es ist irgendwie schön und beruhigend zu wissen, dass das nicht nur für fiktive Figuren wie Soji gilt.


Und noch ein anderes Thema – ich habe keine Lust auf die Probe und ich habe auch keine Lust, ins Fernsehen zu kommen.
Ich kann von diesem dämlichen Lied, das ich abgrundtief hasse, vielleicht einen oder zwei Takte einigermaßen auswendig und das war es. – Das wird ein Desaster.
9.8.07 12:02
 


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